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Ob vom Wochenmarkt, vom Gemüsehändler oder aus eigener Ernte: Haben Sie die Vorteile der Kräuterküche schon entdeckt? Frischen Sie jetzt Ihre Bekanntschaft mit Basilikum, Rosmarin und anderen Aromawundern auf und freuen Sie sich auf köstliche Geschmackserlebnisse, die quasi nebenbei die Gesundheit fördern. Und auch Figurbewusste profitieren von der grünen Würze, denn wer seine Speisen mit Kräutern aufpeppt, kann am Geschmacksträger Fett sparen und regt zudem die Verdauung an.

 

Klassiker der italienischen Küche: Basilikum

Basilikum passt nicht nur perfekt zu Tomaten und Mozzarella sowie anderen italienischen Favoriten, sondern verleiht vielen Fleisch-, Gemüse-, Pilz- und Eierspeisen eine besondere Note. Sie haben die Wahl zwischen zwei klassischen Formen: Das großblättrige Basilikum ist weniger intensiv im Geschmack als das feinblättrige. Hinzu kommen unzählige Neuzüchtungen wie etwa Chianti-Basilikum, Zimt-Basilikum oder Zitronen-Basilikum (sein Zitrusgeschmack macht sich wunderbar in Süßspeisen und Salaten). Basilikum sollte immer möglichst frisch verwendet werden, da es schnell an Aroma verliert. Clevere Alternative: In Olivenöl eingelegt und in einem dicht verschlossenen Gefäß verpackt, halten sich zerkleinerte Blätter im Kühlschrank bis zu fünf Monate.

 

Noch ein mediterraner Hit: Rosmarin

Im Gegensatz zu Basilikum behält Rosmarin in getrockneter Form viel Aroma, kommt jedoch auch gern frisch zum Einsatz. Rosmarin passt zu Fleisch- und Wildgerichten - ein Dreamteam sind beispielsweise Lamm und Rosmarin - sowie zu Suppen, Saucen, Eintöpfen, Pilzrezepten und Kartoffeln vom Blech oder aus der Pfanne. Da Rosmarin ausgesprochen intensiv schmeckt, sollte man eher sparsam mit dem mediterranen Kraut umgehen. Der Duft von Rosmarin erinnert an Kiefernhaine in der Sonne und sorgt so für Urlaubsstimmung. Glaubt man Aromatherapeuten, fördert er zudem die Konzentration und vertreibt Müdigkeit.

 

Kraut der Unsterblichen: Salbei

In der Antike schrieb man dem Salbei eine ganz besondere Wirkung zu, er sollte die Lebenserwartung erhöhen und das Gedächtnis stärken. Ob das stimmt, sei dahingestellt, doch mit Salbei gewürzte Speisen bleiben als ausgesprochen lecker in Erinnerung. Salbei kann sowohl frisch als auch getrocknet ohne Aromaeinbußen verwendet werden. Will man die kräftigen Blätter allerdings selbst trocknen, sollte man darauf achten, dass genug Luft an sie gelangt, um Schimmel zu vermeiden. Salbei ist vielseitig, er schmeckt beispielsweise gut zu Fisch, Fleisch und Geflügel, aber auch in Brotaufstrichen oder Kräuterbutter. Einfach unschlagbar und dabei ganz unkompliziert: In Salbeibutter geschwenkte Ravioli oder Gnocchi. Neben dem bekannten Gartensalbei gibt es exotische Neuzüchtungen, die beispielsweise nach Ananas oder Muskateller duften oder mit bunten Blättern erfreuen.

 

Schön und lecker: Lavendel und Kapuzinerkresse

Bestimmt ist Ihnen Lavendel als dekorative Pflanze ein Begriff, aber wussten Sie auch, dass der Blickfang Salate, Braten und Fisch veredelt? Und beim Grillen sorgen einige Lavendelzweige in der Glut für unvergleichliches Aroma. Oder wie wäre es mit in leuchtendem Orange und Gelb blühender Kapuzinerkresse, deren Blätter und Blüten zum Verfeinern von Salaten und Saucen dienen und auch als Brotbelag taugen? Geschmacklich ist Kapuzinerkresse der Gartenkresse ähnlich, allerdings ein bisschen schärfer.

 

Wichtig im Umgang mit Küchenkräutern

Frische Kräuter sollten vor dem Verzehr kalt abgespült und mit Küchenkrepp getrocknet werden. Zum Schneiden eignet sich ein Wiegemesser, da dieses die Kräuter nicht quetscht, was auf Kosten des Aromas gehen würde. Sollen die Kräuter für gekochte Speisen verwendet werden, fügt man sie erst gegen Ende der Garzeit hinzu. Zwar werden beim Kochen die enthaltenen Mineralstoffe besser freigesetzt, die Würzkraft aber schwindet. Um dem entgegenzuwirken, kann man die fertigen Speisen auch noch einmal mit Kräutern nachwürzen. Und für Vitamin-C-Stars wie Petersilie, Schnittlauch und Kresse gilt: Auf jeden Fall roh verzehren, damit die Vitamine erhalten bleiben.

 

Wie Kräuter ihr Aroma wahren

Wer nicht das ganze Jahr über frische Kräuter aus dem Blumentopf zur Hand hat, kann diese auch konservieren. Zum Einfrieren eignen sich unter anderem: Basilikum, Dill, Estragon, Kerbel, Lavendel, Majoran, Oregano, Rosmarin, Minze, Salbei, Schnittlauch, Petersilie und Thymian. Mit Ausnahme von Kerbel, Schnittlauch und Petersilie können die genannten Kräuter auch gut in Essig oder Öl eingelegt werden. Im Grunde können alle Kräuter zudem getrocknet werden, verlieren dabei jedoch unterschiedlich stark an Geschmack.

 

Selbst zum Kräutergärtner werden?

Wer selbst Kräuter ziehen möchte, braucht keinen Garten - Balkon oder Fensterbank sind ebenfalls gute Standorte. Auf dem Markt oder im Pflanzenhandel erhalten Sie eine große Auswahl an Kräutern, die Sie zu Hause einpflanzen können. Besonders viel Spaß macht es auch, Kräuter aus Samen zu ziehen. Mit Saatscheiben aus Vlies, die auf so genannte Anzuchterde gelegt werden, gelingt dies einfach. Am besten gedeihen Kräuter in spezieller Kräutererde; für mediterrane Gewächse geben Sie ein Viertel grobkörnigen Sand hinzu. Gießen sollte man entweder morgens oder am frühen Abend mit reichlich lauwarmem Wasser, denn manche Kräuter reagieren empfindlich auf eine kalte Dusche. Wenn Sie die Kräuter düngen möchten, verwenden Sie möglichst ausgewiesenen Kräuterdünger und dosieren Sie diesen sparsam.

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